Schulterprothetik
Die Schulter ist eines der beweglichsten Gelenke des menschlichen Körpers. Durch Verschleiß, Verletzungen oder Erkrankungen kann es jedoch zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen. In solchen Fällen kann eine Schulterprothese (Schulterendoprothese) eine wirksame Lösung sein, um die Lebensqualität wiederherzustellen.
Eine Schulterprothese kommt infrage, wenn das Schultergelenk durch Arthrose, Rheuma, schwere Verletzungen oder Knochenschäden so stark geschädigt ist, dass konservative Behandlungen wie Physiotherapie oder Schmerzmittel nicht mehr helfen. Je nach Schädigung werden verschiedene Prothesentypen eingesetzt: die anatomische Prothese (ersetzt Oberarmkopf und Pfanne in natürlicher Form), die inverse Prothese (für Patienten mit gerissener Rotatorenmanschette) oder eine Teilprothese (nur Oberarmkopf).
Die Operation dauert etwa 1–2 Stunden und erfolgt unter Narkose. Danach folgt eine mehrmonatige Rehabilitation mit Physiotherapie, um Beweglichkeit und Kraft wiederherzustellen. In den ersten Wochen wird der Arm geschont, ab der 6. Woche beginnen aktive Übungen. Nach etwa 3 Monaten können leichte Alltagsbelastungen wieder aufgenommen werden, nach 6–12 Monaten ist meist eine weitgehende Erholung erreicht.
Risiken wie Infektionen, Nervenschäden oder Prothesenlockerungen sind selten, aber möglich. Eine gute Nachsorge mit Schmerzmanagement, Bewegungstraining und regelmäßigen Kontrollen ist entscheidend für den Erfolg. Die Prothese hält in der Regel 15–20 Jahre.
Nach der OP sollten Sie schwere Belastungen und Risikosportarten meiden, während leichte Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren meist wieder möglich sind. Bei starken Schmerzen, Schwellungen oder plötzlichen Bewegungseinschränkungen sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.
Alles im Bereich Schulterchirugie
Engpasssyndrom Kalkschulter Schultersteife Sehnenriss Schulterinstabilität Schultereckgelenkausrenkung Schultereckgelenkverschleiß Schultergelenkverschleiß Schulterprothetik